Dank an die Sponsoren

20. Mai 2009

Wir möchten an dieser Stelle noch mal einen besonderen Dank an unsere Sponsoren aussprechen. Ohne Eure Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, eine Botschaft der Herzlichkeit durch viele Länder von Europa nach Asien zu übertragen.

Wir hoffen, das der Erlös der Rallyeautos hilft, um in einem Teil der Bevölkerung Jordaniens die Armut zu bekämpfen.

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung!!!

Übergabe der Rallyefahrzeuge und Pflanzung des Friedensbaums

19. Mai 2009

Kurz vor dem Rückflug haben wir unsere Autos an dem Allgäu-Orient-Hilfsprojekt “Käserei” übergeben. Die Autos werden vom Veranstalter versteigert und der Erlös geht an Hilfsprojekt in Jordanien.

Ausserdem haben wir auf dem Gelände der Käserei unseren aus Deutschland mitgebrachten Friedens-Olivenbaum gepflanzt.

Rundreise in Jordanien

18. Mai 2009

Nach erfolgreichem Rallyeabschluss haben wir mit unserer Möhre noch eine Woche Jordanien bereist.

Wir waren beeindruckt von der Geschichte dieses Wüstenstaates, haben die Felsenstadt Petra, die Kreuzritterburg Karak und viele frühcristliche Sehenswürdigkeiten besucht.

Ein kleiner Abstecher nach Aqaba zum tauchen im Roten Meer und natürlich Baden im Toten Meer stand natürlich auch auf dem Programm.

11. Etappe - Manoula - Grenzübertritt Jordanien (Ende der Rallye) - Al Azraq

12. Mai 2009

Nach pikantem Fruehstueck im Kloster (Oliven, Kaese, Quark und Marmelade, dazu Fladenbrot - von uns liebevoll Fensterleder genannt, denn so sieht es nicht nur aus, so schmeck es auch - naemlich zaeh und nach nix!) ging die Reise weiter. Heute ging es nach Jordanien!

Silke beschenkt Beduinen

Silke beschenkt Beduinen

An der Aussengrenze Syrien ging es wieder etwas langsam zu. Diesmal mussten wir aber nur etwa 2.5 Std. warten.

Die Einreise nach Jordanien verlief dafuer sehr viel unproblematischer, denn hier sind

wir STAATSGAESTE, jawohl!

Schon bei der Grenzkontrolle bekam jedes Auto ein Care-Paket fuer arme Menschen in die Hand gedrueckt (durfte man auf der Fahrt nach Amman verteilen) und wurde mit einem herzlichen WELCOME TO JORDAN begruesst.

Nach ca. einer halben Stunde bekamen wir unsere Paesse zurueck, die bei Eintritt ins Land durchgecheckt wurden. Ganz ohne geht es halt nicht…aber waehrendessen konnten wir uns ausruhen, was trinken, oder uns mit den anderen Teams austauschen, bevor es weiter zur Wuestensonderpruefung ging.

Diese lag ca. 60 km von der Grenze entfernt. Wie der Name schon sagt, musste man einen Parcours in der Wueste abfahren - auf Zeit natuerlich und alle Teamautos auf einmal. Aber vorher durften wir in der Wueste unsere Autos aufs Haerteste testen und alles machen, was wir daheim mit unseren Autos nie machen

Kinder im Beduinencamp

Kinder im Beduinencamp

wuerden….z.B. mit 100 kmh im Kreis fahren, dass man denkt, die Kiste liegt jeden Moment auf dem Dach. Staubwolken ueberfluteten das ganze Areal. Aber wir hatten Spass - viel Spass….ein Auto eines anderen Teams lag irgendwann tatsaechlich auf dem Dach, aber nichts war passiert. Das Team Staubmaul (mit Bernhard Hoecker) verzeichnete einen Kuehlerschaden und andere Teams hatten kleine Defekte oder einfach nur 10 cm hoch Staub in der Motorhaube - UND im Auto!

gefährlich...

gefährlich...

Etwas chaotisch war die Fahrt zum Camp. Irgendwie kannte keiner den genauen Weg dahin. Einer fuhr vorneweg, die anderen hinterher und im Nu standen wir da wo keiner hin wollte, naemlich vor der EXPLOSIVE AREA!

Viel mehr Glueck hatten die Teams, die einen anderen Weg gewaehlt hatten leider auch nicht…und so sammelten wir uns alle unweigerlich wieder am Ausgangspunkt und

Orientierungslos in der Wüste

Orientierungslos in der Wüste

warteten bis eine Polizeistreife uns ins Camp eskortierte. Aber bis dahin verging noch ungefaehr eine ganze Stunde….und die vertrieben wir uns mit Schnaepse trinken, restlichen Knabbersachen, Golf spielen mitten in der Wueste (ja, einer hatte seine Ausruestung dabei!) und Fotos machen bei Sonnenuntergang!

In der Dunkelheit kamen wir endlich im Camp an und fielen hungrig ueber das Buffet her.

Wir schliefen in Beduinenzelten erschoepft ein.

ss

PS. Uns geht es super, nur leider funktioniert das bloggen nicht so einfach wie in Europa. Wir muessen hier immer ein Internetcafe suchen und hier den Text einhacken….sorry, dass die Aktualisierungen deshalb etwas schleifen….

Ruhetag Damaskus / 10. Etappe

11. Mai 2009
Abendstimmung in Maloula

Abendstimmung in Maloula

Servus aus dem fernen Syrien!

Damaskus ist der Hammer!
Heute hatten wir sozusagen einen freien Tag, an dem wir lediglich zwei Aufgaben loeِsen mussten:

1. Im aeltesten Hammam der Stadt ein Foto von uns in Handtüchern machen

Und

2. Unsere Einwegkamera irgendwo abgeben und die Fotos entwickeln lassen.

Ersteres war gar nicht so leicht, da hier im Orient Maennlein und Weiblein in Saunen und im Hammam strickt getrennt werden.

Blِderweise durften die Maenner heute nicht ins aelteste Hammam mit rein, denn heute war Frauentag. Die Herren der Schoeِpfung mussten in die Aussenfiliale gehen, die nicht ganz so schoeِn war - angeblich.
Da wir also kein gemeinsames Foto machen konnten, stellten wir uns mit Handtüchern (die wir uns vorher im Hammam besorgten) zusammen vor den Eingang des Hammams, die Handtücher vor uns haltend.
Aufgabe erfüllt, wenn auch ein bisschen gemogelt. :)

Zollkontrolle

Zollkontrolle

Doris und ich gingen dann also rein und Marco und Jochen liefen zum anderen Hammam. Willi und Joachim schlenderten derweil über den Souq (riesengrosser Markt).

Im Hammam drin war ein grosser Vorraum, das Zimmer zum entspannen. Der Raum war kreisfِoermig angelegt. In der Mitte war ein kleines gefliestes Wasserbecken. Nach aussen hin ging man dann eine Stufe nach oben bis zu den alten Holzbaenken, die mit Teppich und Decken ausgelegt waren. Hier zog man seine Schuhe aus und verstaute seine ausgezogenen Kleider in einer der Schubladen, die in die Holzbaenke integriert waren.Dann ging es los. Eingehüllt in ein dünnes tischdeckenaehnliches Karo-Handtuch führte uns eine Frau ins Hammam hinein. Erst setzten wir uns in eine Dampfkammer, dann mussten wir uns auf den Boden zu einer der Angestellten und wurden von ihr von oben bis unten gewaschen und mit einem Peelingtuch abgeschrubbt. Dabei gingen die Damen nicht gerade zimperlich mit einem um. Das Wasser wurde einem über den Koerِper geleert, ob das jetzt zu heiss war oder zu kalt wollte keine wissen. Auch beim Haarewaschen wurde das Gesicht nicht verschont. Rubbel, rubbel, 10 Liter Wasser über den Kopf - fertig.

Eselreiter

Eselreiter

Die Massage hingegen war, wie Doris erzaehlte, sehr entspannend.
Nach einem abschliessenden Tee zogen wir uns wieder an und verliessen den Ort der Ruhe.

Vor der Eingangstüre stand man praktisch wieder mitten auf dem Souq. Tausende von Menschen, die ihre Einkaeufe erledigten, Verkaeufer, die ihre Waren feil boten und irgendwo mittendrin WIR.
Auf dem Markt bekommt man einfach Alles. Angefangen von Gewürzen über Schuhe bis hin zu Klamotten, lebenden Tieren, Fleisch und Brautkleidern! Er ist wahnsinnig gross, hat ganz viele Seitengassen und sich da zu verlaufen ist ein Kinderspiel.
Wir durften viele Sachen probieren, unter anderem leckeres Nougat mit Pistazien und machten auch das ein oder andere Schnaeppchen.
Wenn wir ihn nicht mitgenommen haetten, würde Joachim noch heute dort stehen und fotografieren!

Willi holte spaeter beim Fotografen unsere entwickelten Fotos ab. Es waren sehr witzige dabei!

Wir verliessen gegen 16 Uhr Damaskus Richtung Maloula gefahren. Dort sind wir bis auf den Berg gefahren und hatten einen wahnsinnig tollen Ausblick ueber die ganze Stadt und auf der anderen Seite bis zur Irakischen Grenze! Wir waren nur wenige Kilometer vom Irak entfernt - und trotzdem fuehlten wir uns kein bisschen unwohl. Das haetten wir bis vor ein paar Wochen selbst nicht geglaubt! Wir sahen einfach nur weites Land, Berge, ein paar Ziegen und Schafe zwischendrin…und die Grenzpolizei (unter uns auch Team 48 genannt, denn die Zahl stand auf deren Autos…Insider), die kurz mal vorbei schaute und nach dem Rechten sah….wir koennten ja irgendwelche gefaehrliche Terroristen sein…dabei hatten wir nur Fotos machen wollen und unseren Thron eingeweiht!  Nicht mal da hat man seine Ruhe….ts ts ts… *g*

Wieder im Tal angekommen, hielten wir an einem tollen Canyon an. Von oben sahen wir hinunter in die Schlucht und

Maloula

Maloula

beschlossen, sofort unsere Autos stehen zu lassen und den Weg zu Fuss weiter zu gehen.

Es war einfach traumhaft! Die Sonne ging gleich unter und leuchtete die hohen, steilen Felswaende an. Am schmalen Wanderweg floss ein kleines Baechlein entlang, ansonsten nur Fels, Fels, Fels. Wir gingen ihn entlang, bis wir vor dem Kloster St. Thekla standen. Wie gemalt stand es in seiner ganzen Pracht vor uns. Natuerlich wollten das auch mal genauer unter die Lupe nehmen und spazierten durch das schwere Eingangstor am  Souvenirshop  vorbei in den Innenhof.  Dort befand sich die Kapelle, in der taeglich Gottesdienst gehalten wurde - allerdings Orthodox.

Wenn man die Treppenstufen weiter hoch ins Kloster hinaufgeht, landet man schliesslich in einem kleinen Tempel, in dem die Heilige Thekla begraben liegt. Wir zogen die Schuhe aus und gingen hinein. Teppich, viele Gemaelde von Thekla, und eine ofenaehnliche Holztuer, hinter der sich wohl die Verstorbene befand. Das Zimmer war klein und von einer der Nonnen gut behuetet. Sie sass an einem kleinen Pult und las vermutlich irgendwelche bibliche Texte.

Und hier, genau hier, liebe Leute, haben wir auch genaechtigt! Im Kloster!

Die freundliche Schwester Mariam zeigte uns unsere Zimmer. Sie waren einfach, aber sauber. Und wir hatten sogar ein kleines Bad dabei.

Zimmer im Kloster St. Tekla

Zimmer im Kloster St. Tekla

Nachdem wir im Lokal nebenan fuerstlich gespeist hatten, beeilten wir uns, in unser Zimmer zu kommen, denn das Kloster schloss um Punkt halb neun seine Pforten. Wir vorher abgestimmt, gelangten wir aber kurz vor neun durch die Seitentuer in das Gebaeude… das haetten wir zeitlich nicht ganz geschafft.

Jochen erzaehlte uns noch eine ‘gute-Nacht-Geschichte” vom Drachen von Maloula und dann schliefen wir zufrieden ein.
Schoenes Fernweh!

ss

9. Etappe - Palmyra - Damaskus

10. Mai 2009

Hallo Mamas, Papas, Freunde und andere heimliche Mitleser,

Radarüberwachung in Syrien

Radarüberwachung in Syrien

wir haben heute morgen die letzten Kilometer vom Wuestencamp nach Palmyra zurueckgelegt. Dort sind wir sofort ins Diocletian Camp, eine Ruinenstadt aus dem 3. Jahrhundert, gefahren, um Joachim die Moeglichkeit zu geben, im Morgenlicht geile Fotos zu schiessen. Silke, Jochen, Doris, Willi und ich waren damit beschaeftigt, die alten Ruinen auf uns wirken zu lassen, lustige Fotos zu schiessen und Haendler und bettelnde Kinder zu beschaeftigen. Sie boten Ihre Waren feil und wir haben, nett wie wir sind, die Sachen angesehen und einen lustigen Frosch gekauft. Anschliessend haben wir die Kinder noch mit Spielsachen versorgt.
Nachdem Joachim sich losreisen konnte, sind wir nach einem Fruehstueck und Internetcafebesuch in die Oase gegangen. Auf dem Weg dorthin habe ich mir noch schnell ein Scheichkopftuch gekauft. Man will ja authentisch wirken.
In der Oase sind wir ein “Kathans Garden” eingekehrt. Dort gibt es einen zwoelf Meter hohen Turm, von dem aus wir ueber die komplette Oase schauen konnten. Ein bluehendes Palmenmeer, umringt von antiken Ruinen aus dem dritten Jahrhundert. Einfach nur geil!
Auf dem Turm mussten wir auch wieder mal eine Aufgabe aus dem Roadbook erfuellen. Ein Teamfoto mit den Ruinen im Hintergrund.

Diocletian Camp in Palmyra

Diocletian Camp in Palmyra

Anschliessend genossen wir in dem kleinen Cafe noch den typischen Tee, Datteln und Oliven. Hier haetten wir stundenlang bleiben koennen, aber die Rallye muss ja weitergehen.
Beim Fruehstueck hatten wir schon die weitere Route geplant, und da wir ja auf einer Rallye sind, ab durch die Mitte. Es gab in der Karte einen “Erdweg”, der ziemlich direkt durch die Wueste nach Damaskus fuehrt. Den zu finden, war leider nicht einfach. Etwa an der Stelle angekommen, wo der Weg von der Hauptstrasse abbiegt, sind wir in die Wueste Richtung zwei Haeusern gefahren.
Dort fanden wir einen Weg der weiter in die Wueste fuehrte, die Richtung hat auch gestimmt. Voller Optimismus sind wir ihm gefolgt - und nach ca. 1 km mit 2 Autos im tiefen Wuestensand achstief steckengeblieben. Ein Wadi fuehrte ueber die Strasse und hat die befestigte Strasse durch Treibsand ersetzt. Waehrend wir ueber weiteres Vorgehen beratschlagten, kam schon ein Junge mit einem Motorrad und ein Traktor angefahren. Sie hatten unser Missgeschick vom nahegelegen Haus beobachtet.
Mit Hilfe des Traktors haben wir die Aubergine und den Gummibaer vorm versinken gerettet. Da unsere Helfer, wie

Mittelalterlicher Spielplatz

Mittelalterlicher Spielplatz

immer, als Dank kein Geld angenommen haben, gaben wir ihnen wie schon so oft Schluesselbaender, Kulis, etc. Darauf sind sie alle scharf. Die beiden haben uns dann auch noch den Weg zur richtigen Strasse gezeigt. Das war eine relativ gut befestigte Schotterpiste quer durch die Wueste. Wir hatten richtig viel Spass - Bilder und Videos koennen wir hoffentlich bald hochladen. Von einer Baustelle auf der Strecke haben wir uns natuerlich auch nicht aufhalten lassen. Nach Absprache mit den Bauarbeitern haben wir sie links neben der Piste umfahren. Da war dann richtig Aktion angesagt. Silke hat aus dem Dachfenster gefilmt und sah hinterher aus wie frisch gepudert. Ich musste im der Staubwolke von Jochens Auto mehrfach anhalten, weil ich nichts mehr gesehen habe.
Nach ca. 50 Kilometer war der Spass dann vorbei und wir sind auf der Asphaltstrasse nach Damaskus gefahren. In die Stadt zu kommen war mit drei Autos wieder mal ein Meisterstueck, aber wir haben es geschafft. In Deutschland muss ich meinen Fahrstil wieder umstellen.

Ohne Worte...

Ohne Worte...

Wir haben mitten in Damaskus ein akzeptables Hotel und eine Parkhaus gefunden. Willi musste im Parkhaus noch seinen rechten Hinterreifen wechseln, offensichtlich hatte er sich in der Wueste einen schleichenden Plattfuss geholt. Derweil haben wir unser Gepaeck im Auto von einer Staubschicht befreit. Danach ab ins Hotel und endlich duschen.
Am Abend haben wir dann noch abgecheckt wo der Hammam ist, den wir am naechsten Tag im Rahmen des Rallyeprogramms besuchen duerfen. Anschliessend sind wir zum Essen ins “Old Damaskus”. Das Team Razza-Nera hatte schon vor uns dort gegessen und das Restaurant empfohlen. Dort haben wir gleich das naechste Highlight erlebt. Es fand einen Hochzeit statt - und wir durften (bzw. mussten) mittanzen und feiern. Komisch war nur, das bei der Hochzeit nur Maenner anwesend waren. Aber so ist das halt hier.

8. Etappe - Aksaray - Palmyra - 498 km

09. Mai 2009

Good evening ladies and gentlemen,

Blick aufs Mittelmeer

Blick aufs Mittelmeer

Die Nacht hatten wir in der Nähe der syrischen Grenze verbracht. Frühstück gab es an einem kleinen Bistro an einer Tanke. Das Fladenbrot mit Sesamkörnern kam gerade aus dem Ofen und war noch lauwarm, als es zusammen mit Wurst, Käse, Butter, Marmelade, Oliven und Tomaten und einem Tee von der netten Kellnerin serviert wurde. Es schmeckte einfach lecker!

Möhrchen bekommt ein Peeling

Möhrchen bekommt ein Peeling

Der Tankwart und seine Kollegen kamen und bewunderten unsere Autos. Da sie inzwischen mehr als dreckig waren, fiel sogar den Türken auf. Sie luden uns deshalb in die Waschanlage ein, natürlich kostenlos, gaben sie uns zu verstehen.
Nach der Wäsche sahen unsere Kisten wie neu aus! Wir bedankten uns mit Giveaways und lie0en die begeisterten Jungs auf der Motorhaube signieren.
Wir rissen uns nach einer halben Stunde endlich los und fuhren in Richtung syrische Grenze.

Das “auschecken” aus der Türkei verlief weitestgehend stressfrei. Wir mussten kaum warten.

Aber dann! Wartezeit syrische Einreise mehr als FÜNF Stunden!!!

Belagerung der syrischen Grenze durch Rallyeteilnehmer

Belagerung der syrischen Grenze durch Rallyeteilnehmer

Ja, ihr lest richtig!
Eine lange Schlange hatte sich bereits gebildet. Ca. 80% davon ware Teilnehmer der Rallye, der Rest LKWs und sonstige Grenzgänger.
Wir kamen uns vor wie Asterix bei der Suche nach dem Passierschein A38. Wir liefen von A büer C zurück nach B um uns dann bei A wieder einen Stempel zu holen.

Zusammentreffen mit Team Spessarteiche an der Grenze

Zusammentreffen mit Team Spessarteiche an der Grenze

Die Wartezeit haben wir genutzt, um uns mit anderen Teams auszutauschen, whärend immer mind. Einer von jedem Team am Schalter der Bank Schlange stand und darauf wartete, dass er aufgerufen wurde. Hier musste man nmälich die Autoversicherung für Syrien beantragen, bzw. Bekam man hier erstmal die syr. Lira zum bezahlen der Versicherungspolice.
UND DAS DAUERTE!! Bis wir an der Reihe waren vergingen locker drei Stunden.

Mülltransporter in Syrien

Mülltransporter in Syrien

In der Zwisschenzeit saeßn wir draueßn auf Campingstühlen in der brütnden Hitze, aßen eine Kleinigkeit, spielten Fußball, kochten uns einen Kaffee oder erzählten uns einfach gegenseitig die Highlights der bisherigen Reise. Vor allem unsere Freunde, die die Spessarteichen, planlosen Schlesier und das Team Aus gutem Grund hatten lustige und interessante Anekdoten zu berichten.

Zwischendurch kamen immerwieder interessierte Zöllner oder Aufseher oder der “Coffee-Man” zu uns und fragten uns viele verschiedene Sachen zur Rallye, Deutschland und zu uns. Viele unterschrieben auf unseren Rennwägen und machten Erinnerungsfotos mit ihren Handys mit uns zusammen an den Autos.
Der Coffee-Man, wie wir ihn nannten, war ein Syrer, der immer herumlief und den Leuten Kaffee anbot. Auch bei Thomas, Bernd (Spessarteichen) und mir machte er halt. Eigentlich wollten wir gar keinen Kaffee, aber er zauberte schnell drei bereits benutzte Porzellantässchen aus seiner Jackentasche und schenkte uns ein. Die silberne verschnörkselte Kanne erinnerte mich sehr an eine Wunderlampe. Genauso sonderbar schmeckte auch der Kaffee, der da herauskam !Irgendwas aromatisches war da noch beigemischt…nur was? Keine Ahnung. Aber ablehnen zählt in solchen Ländern nicht. Das gilt als Beleidigung. Also nippten wir brav an unserem Kaffee bis er leer war und gaben dem Coffee-Man seine Becher zurück.

Nach langem Warten und durchbahnen durch die Automassen bis vor zur Durchgangs-Schranke war es endlich soweit - WIR WAREN IN SYRIEN!

Erleichtert fuhren wir ins Landesinnere. Nach kurzem Boxenstopp und Routenplanung entschieden wir uns für eine “Erdstraße”, wie es auf der Landkarte hieß.
In Aleppo sollten wir ein Foto mit fremden Menschen machen, lautete die ncähste Aufgabe.

ÜEBRHAUPT KEIN PROBLEM!
Möhre musste das irgendwie mitbekommen haben, denn schon bald darauf riss unser Keilriemen!

Gott sei Dank waren wir ausgerüstet. Wir hielten an einer Tanke an und waren im Nu umringt von Einheimischen. Alle schauten interessiert zu und wollten erste Diagnosen stellen. Jochen wusste aber genau, was zu tun war.
Er kramte seine Werkzeugkiste hervor und wechselte innerhalb von 10 Minuten (!) den alten gegen einen neuen Keilriemen aus.
Die Gelegenheit nutzten wir auch gleich um unsere Benzintanks und Ersatzkanister voll zu machen. Man weißja nicht was noch kommt…

Wir fuhren weiter durch Käffer wie ihr sie bestenfalls mal im Fernsehen gesehen habt oder von Büchern kennt !Hier herrscht pure Armut! Die Wege sind staubig und schlecht, die Menschen haben nur dreckige Lumpen an, von Kleidern kann man hier kaum noch sprechen. Geld für Busse oder ähnliches gibt es wohl auch nicht, denn hier karren 7,5 Tonner die Kinder und Erwachsenen oben auf der Ladeflcheä sitzend von A nach B - und das bei hoher Geschwindigkeit! LKWs mit riesigen Steinbrocken auf der Ladeflcähe - natrlüich ungesichert, einfach aufeinander gestapelt. Rollerfahrer ohne Helm in einem Affenzahn wagen riskante Überholmanöver.

Ziegenherden und grasende Pferde stehen direkt am Straßenrand und lassen sich von den Autos kaum stören. Ein Lieferwagen rauschte an uns vorbei mit einem Pferd auf der Ladefläche! Nur mit einem Strick am Führerhaus angebunden. Eine scharfe Kurve und wir hätten ein fliegendes Pferd gesehen…

Die Hauptfarben, die ich hier sehen kann sind grün (Vegetation, vor allem Olivenbaumplantagen und Gras) und grau-braun (Steinunterknüfte, Staub, Steine, Dreck). Viele große, noch unbewohnte Rohbauten, Dörfer mit Garagen-großen Flachdach-Häusern, Wäscheleinen quer durch die Gassen gespannt und Müll in allen Ecken. Wir sind schockiert und gleichzeitig betroffen bei diesem Anblick.
Wir befinden uns in einer total anderen Welt.
Trotz allem sind die Menschen hier sehr freundlich und winken uns fröhlich am Straßenrand zu.
Kaum zu glauben…

Momentan befinden wir uns auf der Straße nach Palmyra, der Oase mitten in der Wüste. Es ist dunkel und die Luft hat sich ziemlich abgekühlt. Der Kilometerstand für den heutigen Tag zeigt 380 an.
Da haben wir noch einiges vor uns bis wir später unser Nachtlager aufschlagen!

Gerade wollten wir an einem kleinen Kiosk Rast machen. Leider akzeptierten die Betreiber keine Dollars und Euros. Wir saßen schon fast wieder im Auto und wollten losfahren, als uns 2 Scheichs in Englisch ansprachen und uns zum Essen einluden. Liebend gerne hätten wir das Angebot angenommen, aber wir wären heute keinen einzigen Meter mehr gefahren, das stand fest. Wir bedankten uns herzlich für die Einladung und lehnten sie freundlich ab. Die Scheichs verstanden, dass wir noch weit fahren mussten und haben uns zum Abschied fleißig mit beiden Armen gewunken.

Bis morgen und viele Grüße!

ss

7. Etappe / Ankara - Erzin, Türkei

08. Mai 2009
Joachim macht Fotos am ausgetrockneten Salzsee

Joachim macht Fotos am ausgetrockneten Salzsee

Servus an alle Fans!
Halb neun abends. Es regnet, es ist schon dunkel, es ist kühl und stürmisch - aber die Frisur sitzt. Momentaner Tageskilometerstand 456 km.
Eigentlich wollte ich heute Mittag schon einen neuen blog-Eintrag posten. Doch irgendwie war plötzlich meine ellenlange Mail weg. Gelöscht. Nicht mehr herzukriegen. Da hab ich mich so geärgert, dass ich nichts mehr schreiben wollte. ABER - ich habe mir den Leitspruch meiner Schwester zum Vorsatz gemacht. Er lautet RELAX, ES KÖNNTE SCHLIMMER SEIN!
Also hau ich jetzt nochmal in die Tasten.
Merke gerade, dass die Türken nachts anscheinend kein Licht brauchen - zumindest die

Doris und Willi beschenken Kinder

Doris und Willi beschenken Kinder

Motorrad- und Fahrradfahrer. Ganz schön gefährlich!
Aber jetzt zum Tagesupdate.
Wie gestern erzählt, nächtigten wir wieder einmal in unseren Autos. Dass wir tatsächlich mitten in der Pampa geparkt hatten, wurde uns durch die ca. 2 cm dicke Lehmschicht bestätigt, die an unseren Schuhsolen klebte. Derer entledigten wir uns jedoch schnell durch kurzes Abrubbeln des Lehms auf dem Schotterstreifen neben der Landstraße. Willi versuchte es mit einem Moonwalk auf Asphalt - funktionierte auch.
Heutiges Etappenziel war vorerst Kappadokien.
Zuvor jedoch wollten wir noch kurz an den schönen Salzsee fahren, der unweit von unserem Schlafplatz war. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass dieser schon ausgetrocknet war - vor langer Zeit. Stattdessen fanden wir eine Dünenartige, öde Landschaft vor. Gelegentlich sahen wir eine kleine Schafherde darauf weiden. Alles was vom erhofften Salzsee übrig war, war ein kleines Bächlein. Auf den geplanten Salzgehalt-Test verzichteten wir vorsichtshalbe - das Wasser war einfach nur dreckig. . Den “flotten Otto” wollten wir als 7. Passagier wirklich nicht dabei haben

Frühstück im "Fairy-Chimney-Inn" in Göreme

Frühstück im "Fairy-Chimney-Inn" in Göreme

Rings um uns einige primitive Häuser, die aussahen als wrüden sie jeden Moment zusammenbrechen. Teils wohnten die Menschen dieser Dörfer nur in alten mit Stroh bedeckten Baracken oder Zelten imter ärmlichsten Verhältnissen. Den Kinder, die gerade auf dem Weg in die Schule waren, schenkten wir ein paar Giveaways - sie strahlten wie ein Honigkuchenpferd! Wir können alle so froh sein, dass wir ein gescheites Dach über dem Kopf haben und es uns so gut geht!
Die lange Straße führte uns irgendwann nach Kappadokien. Dort angekommen, kamen wir aus dem Staunen kaum noch raus. Einfach Wahnsinn, diese Stadt! Überall aus dem Boden ragten pilzförmige und Keilfrmöige Gebilde aus einem Gemisch aus Stein, Lehm und Sand. Wir fühlten uns wie in Schlumpfhausen oder bei den Hobbits im Auenland! Das unglaubliche daran war, dass diese Häuschen sogar kleine Fenster und Türen hatten und teils noch bewohnt waren. Man kann es mit Worten kaum beschreiben. Schaut es euch einfach auf den Bildern an, die Joachim gemacht hat.
Auf ein Foto mit dem großen Kamel konnten wir nicht verzichten! Es heißt Morries (wie genau das geschrieben wird wei0ß ich nicht) und ist 17 Jahre alt, erzählte uns der Besitzer. Ich fütterte Morries einen saftigen Apfel. Den nahm es ohne zu zögern an und schmatzte zufrieden vor sich hin. Sein Fell fühlte sich an wie ein dicker Pelz, nur etwas verfilzter.
Danach fuhren wir mit den Autos mitten ins Dorf und parkten- Zu Fuß liefen wir durch die engen Kopfsteinpflaster-Gässchen hinauf zum Fairy Chimney Inn, wo uns bereits ein paar andere Teams begegneten. Der Besitzer, Hr. Dr. Andus Emge, seines Zeichens Völkerkundler, musste uns nur ein paar Fragen beantworten. Die Antworten schrieben wir in unser Lösungsbuch und genehmigten uns vor Ort ein leckeres Frühstück. Wir waren schon richtig hungrig .. Schließlich hatten wir noch nichts gegessen und es war schon elf Uhr…. Es schmeckte alles einfach lecker! Die Aussicht von der Terasse aus hinunter ins Tal war einfach gigantisch. Zwischen all dem Getümmel hüpfte fröhlich ein kleiner

Hungriger Welpe beim Frühstück

Hungriger Welpe beim Frühstück

Hundewelpe herum und ließ sich von allen Rallyefahrern kraulen. Zum Dank zog er jeden mal am Hosenbein oder Schnürsenkel. Er war so süß, dass wir ihn am liebsten mitgenommen htäten! Dort oben konnte man es wirklich aushalten!

UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe Göreme-Kappadokien

UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe Göreme-Kappadokien

Aber wir mussten weiter, hilft alles nix. ;) Ein Foto musste noch gemacht werden - und zwar an der hidden church. Wie der Name schon sagt, vor der versteckten Kirche. Und die befand sich oben auf einem der Hügel. Also stapften wir den ausgewaschenen, lehmigen Trampelpfad hoch auf den Gipfel und fanden auch nach kurzem Suchen die Kirche. Ein kleines, enges Treppchen führte uns zu ihr hinunter. Reingehen konnte man leider nicht. Aber durch die Gittertür konnte man einen Blick ins dunkle Innere der kleinen Höhlenkirche werfen. Man konnte mehrere Kreuze und ein Jesusbild an den Steinpfosten und Wänden erkennen. Zwei nette ältere Rentnerinnen machten das Foto von uns, das später dann in unser Lösungsbuch eingeklebt werden muss.
Genau jetzt fing es an zu regnen. Wir spurteten die Lehmpfade wieder nach unten. Gar nicht so enfach mit “Sambaschläppchen”, ohne jegliches Profil, meinte Willi. Da hatte er Recht.
Wir machten auf der Weiterfahrt noch kurz an einem Hotel Rast, um noch ein paar Fotos für eich ins Net zu stellen Sollten auch schon zu sehen sein.
An einem anderen Salzsee hielten wir kurz an, damit Joachim ein paar Fotos schießen konnte. Die Chance nutzen wir aus, um den fast ausgetrockneten Salzsee mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Zuerst ließen wir die Schuhe an und hangelten uns von einer Pflanze zur anderen immer weiter Richtung Seemitte. Es war sehr rutschig und schlammig, fast wie im Watt an der Nordsee.. Nur ohne Wrümer, Krebse und sonstigem Getier. Nachdem unsere Schuhe fast komplett mit Schlamm bedeckt waren, weil wir immer tiefer einsanken, zogen wir sie aus und stapften barfuß durch den weichen, glitschigen Schlamm. Tolles Gefühl. Der Schlamm drcktüe sich wie eine lange Wurst zwischen den Fußzehen hoch. “sieht aus wie Spritzgebackenes” meinte Joachim.
Marco erfand übrigens eine neue Sportart: Salt Lake Skating. Sozusagen Schlamm-skaten. Wir probierten es gleich auch mal aus - es machte einen heiden Spaß!! Sollte auf alle Fälle für die nächsten olympischen Spiele in Betracht gezogen werden!
Willi sah sich das Spektakel vonm Autodach aus an Es saß obendrauf und trällerte wie ein Muezzin diverse Liedchen zu uns hinüber.Ob das nun wirklich türkisch war, wagten wir zu bezweifeln.

Vesperpause...

Vesperpause...

Nach Syrien führen viele Wege. Jedoch wählten wir den Weg über die Berge. Spannend, interessant und sehr schön war es, wie sich im Nachhinein herausstellte. Viele Serpentinen bis hoch über den 1990 m hohen Pass und auf der anderen Seite wieder hinunter. Da oben war es ganz schön frisch…. Nach kurzer Offroad-Testfahrt einen schottrigen, schlaglochübersähten Hang hinunter, machten wir Rast.
Der Spoiler der Möhre diente wie immer hervorragend als Vesperbrett für Salami, Pressack und Schwartenmagen mit Brot.
Unterwegs sahen wir noch viele baumhausähnliche Hütten auf Stelzen und Blechbaracken, in denen die Menschen wohnten. Trotz allem waren sie gut gelaunt und winkten uns zu, als wir die Straßen durch die Dörfer entlang fuhren. Kühen und Hunden mussten wir des öfteren ausweichen. Es war wohl gerade Almabtrieb! ;) Die Kinder freuten sich sehr über unsere kleinen Geschenke. Es ist ein wunderbares Gefühl, etwas geben zu können, wenn auch nur ein kleines Spielzeug oder Süssigkeiten. Wenn ich das schüchterne Lachen und ein dankendes Nicken in den Gesichtern der Kinder sehe, ist das einfach wunderschön. Im Gegensatz zu vielen deutschen Kindern können sich diese Kinder hier noch über Geschenke freuen, wenn auch noch so primitiv….
Jetzt ist es viertel nach zehn. Kilometerstand zeigt auf 556 km. Lange fahren wir nicht mehr. Schätze, auch heute werden wir im 1-Sterne-Hotel namens Auto nächtigen.
Viele Grüsse und Güle Güle an alle!
ss

6. Etappe / Istanbul - Aksaray / exakt 666km

08. Mai 2009
Enge Gassen in Istanbul

Enge Gassen in Istanbul

We loooove to entertain youuuuuuuuu!
Hallo zusammen,
Als erstes mal ein ganz dickes Danke an alle, die uns so fleißig Kommentare und Einträge ins Gästebuch schreiben! Wir freuen uns immer, was von euch zu hören, bzw. zu Lesen!
So, jetzt was zum gestrigen Tag. Nach kurzem Frühstück um 7 Uhr im Hotel beeilten wir uns, um zu unseren Autos zu kommen, denn an diesem Tag stand die nächste Aufgabe vor uns -> Wir mussten mit dem Auto an die alte Hafenmauer fahren, uns dort den ersten Zeitstempel abholen, dann so schnell wie möglich zur rush-hour durchs Stadtgetümmel von Istanbul zur nach Osten gewandten Seite der blauen Moschee fahren und uns dort einen zweiten Stempel abholen. Wilfried vom Organisationskommitee machte sich über unseren

Auf dem Weg nach Ankara haben wir viele Teams getroffen

Auf dem Weg nach Ankara haben wir viele Teams getroffen

selbstgebauten Blinker lustig…nicht zu fassen! Gleichzeitig nutzte das OK die Chance noch ein paar Päckchen Gummibärchen abzustauben, die bekamen sie natürlich gerne!
Jetzt mussten wir noch auf kürzestem Weg durch die Innenstadt zum Hafen , um auf die Fähre zu gelangen. Gar nicht so einfach…
Obwohl wir am Vortag die Strecke abgelaufen waren, wählte Jochen Navigator kurzerhand einen vermeintlich schnelleren und besseren Weg. Doch die Ampeln machten uns einen Strich durch die Rechnung! Nach wenigen Metern verloren wir uns aus den Augen und der Funk riss auch noch ab. Toll! Die Aubergine fuhr also irgendwo durch die Straßen und Möhre + Gurke (Gummibär) mussten sich ihren Weg selbst bahnen. Ich fuhr vorneweg, einfach der Nase nach. Die ungefähre Richtung wusste ich ja noch. Wir befanden uns schnell mitten in der Fußgängerzone - wenn man das so bezeichnen konnte.

Großstadtverkehr in Ankara

Großstadtverkehr in Ankara

Enge Gassen, auf einer Seite komplett zugeparkt, viele Leute, die zwischen den Autos herumwuselten und Lieferanten, die die Geschäfte mit frischer Ware belieferten. Ein Chaos. Aber schließlich schafften wir es doch an den Hafen zu kommen. Blöd nur, dass unsere Aubergine fehlte… Funk war abgebrochen, Handy aus. Marco lief los in die Innenstadt zurÜck zur blauen Moschee, um unser drittes Auto zu suchen. Vergebens. Nach einer halben Stunde haben wir uns wieder gefunden. Jochen und Joachim warteten die ganze Zeit auf dem Parkplatz ca. 300 m von der Fähre entfernt…prima….da haben wir uns schön verpasst, denn wir waren genau daran vorbeigefahren!!
Naja, schnell auf die Fähre und auf zum anderen Teil Istanbuls! Nächstes Ziel auf der Strecke war Ankara - denn da wartete die nächste Aufgabe auf uns -> ein Teamfoto vor dem Mausoleum auf der genau 17. Stufe von oben. So steht es im Roadbook…
Die Fahrt nach Ankara war genial! Wir trafen viele Teams auf der Strecke, hupten und winkten uns gegenseitig zu oder schrien uns im Fahrtwind mit heruntergekurbelten Scheiben was zu. Es war ein mords Spaß!
Irgendwann gegen 16 h 30 waren wir endlich in Ankara. Eine riesengroße Stadt! Hier mussten wir unbedingt

Jochen fragt einen Taxifahrer nach dem Weg zum Mausoleum

Jochen fragt einen Taxifahrer nach dem Weg zum Mausoleum

zusammenbleiben, sonst waren wir verloren! Ein Verkehrschaos - selten so viele Autos auf einen Haufen gesehen! Wilde Spurwechsel, quietschende Reifen, rote Ampeln, Hupkonzerte, Menschenmassen - und mittendrin wir mit unseren Rallyeflitzern!! Stoßstange an Stostange klebten wir aneinander. So viel Fahrspaß hatte ich im ganzen Leben noch nicht! Ankara-Führerschein bestanden! *g* Nach ewigem Herumirren und Leute-nach-dem-Weg-fragen half uns ein total netter Taxifahrer ans Ziel.
Leider waren wir für heute zu spät - das Mausoleum war geschlossen seit 16 h 30!!! Wir versuchten alles, um die beiden Soldaten am Eingang davon zu überzeugen, ein Foto zu machen zu dürfen, aber sie hatten ihre Vorschriften und konnten es uns nicht erlauben. Also machten wir ein Foto vor der Schranke und noch eins mit den beiden Jungs als Erinnerung.
Da unsere Mägen knurrten, suchten wir uns außerhalb der Stadt ein schönes Lokal aus. Besser hätten wir es nicht treffen können. Essen war super und günstig - und die Aussicht auf den Salzsee einfach traumhaft!
Wie fast überall bekamen wir zum Schluss einen Gratis-Tee und feuchte Tücher zum Hände waschen. Kurz danach kam der Kellner noch einmal mit einer sonderbaren Überraschung - er träufelte jedem von uns einen Schuss Zitronen-au-de-Cologne in die Hand und gleichzeitig bekam jeder noch einen ordentlichen Schluck aus der Flasche auf den Kopf geschüttet. Das wäre gut für die Haare, meinte er. Wir sahen aus wie begossene Pudel und mussten so sehr lachen, dass uns die Bäuche weh taten.
Gegen 23 Uhr hatten wir dann unser Tageslimit erreicht: genau 666 km waren es! Den Abend haben wir abseits der Straße in der Pampa mit einer 3-Liter-Flasche Bier und einer spitzen Aussicht auf die beleuchtete Stadt ausklingen lassen.
Es war ein toller Tag! Wie schade, dass ihr nicht dabei wart!
SS

5. Etappe / Istanbul

07. Mai 2009
Erste Infos über Istanbul vom Parkplatzwächter

Erste Infos über Istanbul vom Parkplatzwächter

Liebe Pauschalurlauber,
nach einer erneuten Nacht im Auto sind wir nach kurzer Katzenwäsche gen Istanbul aufgebrochen. Es waren noch etwa 60 Kilometer bis in die Altstadt. Jochen hat uns wieder mal perfekt durch die Verkehrslawinen bugsiert. Nur einmal sind die Piloten der Aubergine in einem Ladebahnhof gelandet. Dort waren alle Einfahrten mit Krallen im Boden gesichert. Deshlb mussten sich die beiden eine andere Ausfahrt suchen. Da wir kurz Sichtkontakt verloren hatten, sind wir an dieser Kreuzung vorbeigebraust. Nach kurzem Warten und Abstimmung per CB-Funk haben wir uns 500 Meter weiter an einer

Kulinarische Köstlichkeiten

Kulinarische Köstlichkeiten

Tankstelle wieder getroffen. Dort gabs dann auch das wohlverdiente Frühstück und erste türkische Eindrücke. Die Menschen sind einfach super nett und hilfsbereit. Unser Kellner Murat hat mehrfach versucht uns den Weg zu erklären, anschliessend Tee angeboten und auch noch eine Limo. Im Büro des Tankstellenchef bekam Silke dann auch die Türkische Hymne incl. Soloeinlage von Tankstellenchef Mehmet aus dem Netz.

Fischlokal in Istanbul

Fischlokal in Istanbul

Wie geplant sind wir früh auf einem bewachten Parkplatz im Istanbuler Hafen angekommen. Mit den Tipps des Parkplatzwächters sind wir auf Hotelsuche gegangen und haben mehrere Herbergen angefragt. Uns wurden Doppelzimmer von 14 bis 75 € angeboten. Nachdem wir die Zimmer gesehen haben, ist die Entscheidung schnell auf das 40€-Hotel gefallen. Im einem Hotelzimmer standen 3 Feldbetten, je eine verfilzte Decke und ein versifftes Kissen. Wir pilgern ja nicht nach Santiago…
Mittags sind wir losgezogen, um die 14Millione-Stadt Istanbul zu erkunden. Doch weit kamen wir nicht. Kaum in der Altstadt angelangt, hat uns ein Lederhändler in seinen Laden geschleppt. Da wir aber alle Hunger hatten, und noch keine Lira, wollten wir erst

Alter Basar

Alter Basar

mal zur Bank und anschliessend was futtern. Die Lederhändler begeiteten uns und waren nicht abzuschütteln. Irgendwann haben wir es dann doch geschaftt, Geld abgehoben und sind kulinarischen Genüssen erlegen. Überall duftete es nach Essen - wir konnten uns kaum entscheiden. Nach kurzer Kostprobe entschieden wir uns für ein typisch türkisches Fischlokal. Der Fisch wurde im Gestraum über Holzkohle gegrillt war köstlich. Auf dme Weg zur S-Bahn haben wir dann noch Dürüm, Nüsse von einem Händler mit

Mützentest im alten Basar

Mützentest im alten Basar

einem Karren und Döner genascht. An der Bahn kauften wir Jetons, so nennt man in Istanbul die Fahrkarten, gekauft und sind Richtung blaue Moschee gefahren. Die Bahn war überfüllt. Da haben wir nach 3 Tagen ohne Dusche noch vergleichbar gut gerochen. Unsere heutige Aufgabe bestand darin ein lustiges Foto am Ausstieg vom großen Basar zu schiessen. Wir haben eine römische 13 (unsere Startnummer) mit unseren Körpern geformt. Da wir schon mal da waren, schlenderten wir auch noch durch den gemütlich über den großen Basar. Eine so riesige Ansammlung von kleinen Geschäften habe ich noch nie gesehen.

So raucht man richtig Shisha

So raucht man richtig Shisha

Der Basar ist gefühlt einen Kilometer lang und ebenso breit. Dananch sind wir dann wieder zur blauen Moschee gelaufen, um diese zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin habe ich ein Schild entdeckt. “Water Pipe and Tea Garden”. Das war meine Chance. Was wäre Istanbul ohne Wasserpfeife. Der Garden war ein gemütlicher Innenhof mit vielen bunten Laternen, Teppich und Lümmelsofas. Wir nahmen Platz und bestellten Getränke und eine Shisha. Abwechselnd rauchten Jochen, Joachim und ich das Pfeifchen. Aber irgendwie war ein Ladenbesitzer, der dort Teppiche verkaufte, der Meinung, das wir was nicht richtig machen. Er unsere Pfeife dann mal so richtig zum qualmen gebracht. Dabei haben wir

Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

lustige Rauchausblasfotos gemacht (vielleicht finden wir heute noch ein Internetcafe, dann laden wir sie hoch). Auf dem weiteren Weg zur Moschee haben wir eine türkische Münzwaage gestestet. Das ist noch bei uns ein Automat, sondern türkischr Opa mit antiker Personenwaage. Die blaue Moschee konnten wir leider nur von aussen besichtigen, da Sie schon geschlossen war. Nach erfrischender Dusche im Hotel freuten wir uns auf ein gemeinsames Abendessen mit den Spessarteichen. Anschliessend sind Jochen, Silke und ich noch mit in die Sha-Bar gegangen. Dort trafen wir noch einige Teams auf einen Absacker. Fazit: Istanbul ist eine Reise wert.
Jetzt geht’s mit dem asiatischen Teil der Rallye los, mal sehen was uns dort erwatet. Damaskus kann kommen.

4. Etappe / Montana-Bulgarien nach Istanbul / 620km

05. Mai 2009
Gesperrte Paßstrasse in Bulgarien

Gesperrte Paßstrasse in Bulgarien

Hallo an alle!

Sind gerade in Istanbul in einem Internetcafe. Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig…aber es geht.

Bevor wir die heutige Etappe richtig begonnen haben, sind wir erst noch mal zum Kaufland gefahren, haben dort Geld abgehoben, Bulgarische Zeitung gekauft, gefrühstückt und die Toilette mit deutschem Standard besucht.

Um der Rallye ein bisschen mehr Abenteuer zu verpassen, haben wir uns für eıne schönere Route durch die Berge abseits der Hauptstrassen entschieden. Diese wurde zuerst mıt ungeschönten Eindrücken von Bulgarien belohnt. Wohnblocks in Massen, so baufällig dass ich da nicht mal reingehen würde. Aber überall freundliche, lachende Menschen und winkende Kinder.

Die Strasse wurde immer schmaler und schlechter, bis wir am Ortsausgang an ein 5sprachiges “Gesperrt”-Schild kamen. Nach kurzer Diskussion sind wir weiter gefahren - zum Glück, wir hatten richtig Spass. Die Strasse führte über

Paßhöhe fast erreicht...

Paßhöhe fast erreicht...

eine 1400 Meter hohen Pass und war teilweıse nicht asphaltiert. Fast auf der Passhöhe mussten wir uns zwischen einem dunklen Tunnel und einer schlechten Strasse über Pass entscheiden. Zwei Bulgaren, die mit einem Jeep ankamen haben uns dann geholfen. Er hatte eine 5mal geflickte Jogginghose an, aber ein nagelneues Olympus Jagdglass. Man muss halt Prioritäten setzen.

Die rallyewürdige Strecke hat der Möhre den linken Blinker gekostet. Den haben wir durch eine Plastikflasche mit Innenraumbeleuchtungsbirne ersetzt.

Zum Mittagessen gabs landestypisches Essen in einem Bistro. Der deutschsprechende Chef hat uns dann auch gleich beim Lösen unserer Aufgaben geholfen. Wir mussten ja noch die Schlagzeilen aus der Zeitung übersetzen.

Nach dem Essen fuhren wir dann über meist gut ausgebaute Strassen über Griechenland in die Türkei. Die schwerbewaffneten Soldaten machen einem schon ein wenig Angst, aber die Einreise in die Türkei war eigentlich unkompliziert. Nach 15 Mınuten waren wir durch.

Grenze Türkei

Grenze Türkei

Kurz vor Griechenland haben wir das Team Lauschangrıff eingeholt, Funkkontakt aufgenommen und uns anschliessend an der Tanke kurz begrüsst und Giveaways unserer Sponsoren ausgetauscht. Messer gegen Gummibärchen.

Die Grenze Griechenland - Türkei war dann einen neue Dimension. Schwer Bewaffnete Soldaten haben die gut gesicherte Grenze bewacht. Die Zollbeamten trugen alle Mundschutz, wahrscheinlich hatten sie Angst das wir Schweinegrippe haben. Wir mussten alle einen Zettel mit unseren Namen und Reiseziel angeben. Gar nicht so einfach wenn man noch gar nicht weiss wo man schlafen will.

Obwohl wir sehr nervös waren, verliefen die Formalitäten relativ unkompliziert und wir durften nach ca. 15 Minuten einreisen.

Wir sind dann nach bis in den Vorstadtbereich von Istanbul gefahren,  haben wir dann in einem Bistro was getrunken und am Mittelmeer im Auto gepennt.

3. Etappe / Timisoara - Montana / 452 km

04. Mai 2009
Baustelle in Rumänien

Baustelle in Rumänien

Heute hatten wir uns durch Rumänien zu kämpfen. Die Strassen waren zwar nicht so schlecht wie erwartet, dafür haben sich Baustellenkilometer in etwa gleichem Verhältnis mit zweispurigen Strassen abgewechselt. Dementsprechend standen wir regelmäßig an der Ampel. Die rumänischen Verkehrsteilnehmer sind auch interessant. BMW X6 und Pferdefuhrwerke benutzen die gleichen Nummernschilder. Das ist auch Beleg dafür wie heftig der Unterschied zwischen arm und reich in diesem Land ist. Es gab heute wieder 2 Aufgaben zu erledigen, zum einen wieder von jedem durchfahrenen Land die Noten und Text der Nationalhymne zu organisieren - zum anderen eine Tageszeitung in Landessprache zu kaufen und drei Schlagzeile ins deutsche zu übersetzen. Die zweite Aufgabe ist uns leider nicht ganz gelungen.

Donaufähre - Grenze Rumänien Bulgarien

Donaufähre - Grenze Rumänien Bulgarien

Wir mussten an der Grenze 2,5 Stunden auf die Überfahrt an der Grenze zu Bulgarien warten, dementsprechen kamen wir erst um acht dort an. Wir sind noch bis zur nächsten Stadt Montana gefahren und haben den dortigen Campingplatz aufgesucht. Er liegt an einem See mitten in der Natur, Froschgequake, Storchennester, alles perfekt … Allerdings waren vom Campingplatz nur noch die Fundamente der Bungalows übrig. Wir haben uns trotzdem entschieden dort zu bleiben. Silke und Marco sind dann noch mal in die Stadt aufgebrochen, eine Zeitung zu kaufen. Wir haben an drei Tankstellen und anschliessend in einer Kneipe gefragt. Aber in Bulgarien gibt es Zeitung nur im Supermarkt Der Wirt von der Kneipe war dann so lieb, und hat uns zum Kaufland eskortiert. Wir haben ihn mit Süßigkeiten und einem Kuscheltier für sein ungeborenes Kind belohnt. Er hat sich sehr gefreut. Zeitung gabs dann trotzdem keine. Kaufland hatte zwar offen, aber alle Zeitungen waren ausverkauft und ohne Landeswährung geht im Supermarkt auch nix. Als wir wieder zurück kamen haben Jochen und Joachim für uns eine Dose Ravioli heiss gemacht. Nach so einem Tag schmecken die richtig toll. Ein toller Tag, mit vielen Eindrücken und wenig Kilometer. Unsere Autos haben uns bisher noch nicht im Stich gelassen, nur die Möhre tropft nach dem Tanken immer ein bisschen. Der Verbrauch ist aber nicht höher als bei den anderen. Wir werden es morgen hoffentlich bis kurz vor Istanbul schaffen und können am 6. Dann die letzten Kilometer fahren und die Stadt erkunden.

23:30 - 620 km

03. Mai 2009

Unsere erste Etappe hat länger gedauert als gedacht. Wir haben jetzt Quartier auf einem Parkplatz bei Zochling bezogen. Beim Abendessen in Burghausen haben wir uns die Ösihymne geben und quittieren lassen. Autos sind alle fit!

Zöchlıng - Tımısoara / 659 km

03. Mai 2009

Heute haben wir unser Ziel schon um neun erreicht. Mitten in Timisoara haben wir einen genialen Campingplatz gefunden. Jetzt machen wir uns noch eine Gulaschsuppe auf dem Gaskocher, dann geht’s ins Bett. Wir sind heute perfekt durchgekommen.

2. Etappe

03. Mai 2009

Hallo liebe Fans!
Das Aufstehen heute frueh fiel uns gar nicht so einfach! Um kurz vor 7 Uhr blitzte die Sonne durch unsere Autofenster und weckte uns. Jochen und Joachim waren die ersten, die mit Zahnbuerste ueber den Parkplatz marschierten, auf dem wir die Nacht verbracht hatten. Nach kurzer Zeit machten wir uns auf die Suche nach einem Cafe oder einer Bäckerei. Doch zuvor mussten wir tanken.

Tankstopp in

Tankstopp in Österreich

Komischerweise stand der Tank der Möhre bereits auf Reserve während Jochens Aubergine und Willis Gurke (ähm …Gummibär) immernoch den Tank zu einem viertel voll hatten. Willi wollte uns natürlich gleich weis machen, dass wir nicht so sparsam wie er gefahren waren. Von wegen! Nach dem Tanken bemerkten wir, wie unsere Möhre Bezin verlor! Es tropfte. Zwar nicht schnell, aber doch kontinuierlich. Tropf….tropf….tropfff…. Scheiße. Wir fuhren die Möhre auf einen Autoreifen, damit Jochen sich unter’s Auto legen konnte um den Schaden zu beheben. Am Tank konnte es nicht liegen, denn der war ja erst einen Tag vor der Rallye durch einen nagelneuen ersetzt worden. Jedoch lag es anscheinend am Anschluss der Bezinrückführung. Dieser war wohl undicht und das frisch getankte Bezin bahnte sich durch eine poröse Stelle seinen Weg nach draußen. Nach längerem Experimentieren und Lösung suchen beschlossen wir, erstmal weiterzufahren um dann in Rumänien eine Werkstatt aufzusuchen. Der Tankwart an der Tankstelle, an der wir standen, konnte uns leider auch nicht helfen. Wir nahmen in Kauf, dass wir evtl. Bis dahin für unser Möhrchen mehr Liter tanken mussten als für die anderen Rallyekisten. Nach einer halben Stunde Frühstückspause in einem Cafe in der Nähe ging die Fahrt weiter gen Ungarn. Schon bald erreichten wir die Grenze.

Grenze Ungarn - Treffen mit Team Razza Nera

Grenze Ungarn - Treffen mit Team Razza Nera

Als Navigator ist Jochen einfach unschlagbar! An der Grenze zu Ungarn trafen wir ein weiteres Rallyeteam - die Razza Neros.Verzweifelt suchten wir gemeinsam einen Grenzbeamten zu finden, um die Grenzunterschrift zu erhalten, die wir ins Roadbook an jeder Grenze eintragen lassen müssen. Leider weit und breit keiner zu sehen - außer einem Polizisten, der sich weigerte uns dies zu bestätigen. Wir wollten uns bereits verbünden und uns gegenseitig den Grenzübertritt bestätigen, beschlossen dann aber, es an der Tanke direkt nach der Grenze nochmal zu versuchen. Wir hatten Glück!

Vignettenkauf für Rumänien

Vignettenkauf für Rumänien

Tatsächlich bekamen wir unsere heiß ersehnte Unterschrift. :) Nach einigen Kilometern durch die Dörfer legten wir einen Boxenstopp ein und vernichteten Pressack und Würstchen mit Brot und Gurken auf dem Kofferaumdeckel unserer Möhre. Dabei stellten wir zu unserem Erstaunen fest, dass kein Benzin mehr tropfte - wir waren einfach nur froh! Bei Sonnenschein ging die Reise weiter durch viele kleine Ortschaften. Dazwischen konnten wir immer wieder ordentlich Gummi geben. Momentan stehen wir in Morahalom (oder wie Jochen sagt: “moralohol”) und es regnet. Doris sucht inzwischen einen Passanten bzw. Einen Ladenbesitzer, der uns die ungar. Nationalhyme. Nicht so einfach. Gerade ist sie über den Zaun zum Pfarrhaus gehüpft und versucht dort ihr Glück. Hoffen wir mal, dass es der liebe Gott gut mit uns meint und uns ein bisschen unterstützt! :) Allgemein ist die Lage sehr entspannt. Alle sind gut gelaunt und es geht uns gut! Melden uns später (nachdem wir Szeged hinter uns gelassen haben) nochmal!
Halt, Nachtrag!
Wir haben die ungarische Nationalhymne!!! Die Pfarrhausherrin war zwar nicht sehr hilfsbereit, jedoch gelang es Marco, zwei freundliche Jungs davon zu überzeugen, uns zu helfen. Sie druckten uns die Hymne aus dem Internet aus. Etwas verschüchtert ließen sie sich dann sogar noch mit uns vor unserem Rallye-Mobil fotografieren und unterschrieben auf dem Hymnen-Ausdruck. Geschafft! Der Tag ist sozusagen gerettet und das nächste Land - Rumänien - kann angesteuert werden! :D Als Dankschön drückten wir den zwei Jungs noch Gummibärchen vom

Arad, Rumänien bei Nacht

Arad, Rumänien bei Nacht

Bärentreff und zwei unserer Team-Aufkleber in die Hand. Darüber freuten sie sich sehr!
An dieser Stelle mal noch was in privater Sache:
Pindi, du bist die Beste! Danke für dein Survival-Paket! Wir haben beim Auspacken Tränen gelacht! Dein Foto klebt natürlich ordnungsgemäß vorne auf dem Armaturenbrett - du bist praktisch ganz vorne mit dabei! ;) Gruß von Racing-Rod und Bleifuß-Lilli!

Start der Rallye in der Rallye in Oberstaufen / 1. Etappe

02. Mai 2009
Marco, Thomas, Jochen und Silke auf der Vorstartparty in Oberstaufen

Marco, Thomas, Jochen und Silke auf der Vorstartparty in Oberstaufen

Liebe Freunde des Motorsports, :)
Heute, am 2. Mai ging es endlich richtig los. Seit einem halben Jahr haben wir auf diesen Tag hingefiebert. Nach einer letzten ausgiebigen Dusche und Frühstück im Hotel ging es zum Start nach Oberstaufen. Dort gabs dann gleich noch mal ein Weißwurstfrühstück mit alkfreiem Weizen

Weißwurstfrühstück vorm Start

Weißwurstfrühstück vorm Start

- man weiss ja nicht wann es wieder was gibt… Um halb elf durften wir dannn als 13tes Team über die Startrampe fahren. Unsere Fans und Mitarbeiter von

Logwin jubelten uns zu. Die Rallye ist eröffnet. Und sofort mussten wir die erste vom OK gestellte Aufgabe lösen. Unser Roadbook, in dem alle weiteren Aufgaben stehen und die Grenzübertritte notiert werden, mussten wir uns an der Bergstation der Hündlebahn abholen. Somit unterbrachen wir unsere Fahrt bereits nach 5km und stiegen in den

Segnung von Fahrzeugen im Fahrern im Festzelt Oberstaufen

Segnung von Fahrzeugen im Fahrern im Festzelt Oberstaufen

Doppelsessellift ein. Am Gipfel angekommen, gabs von OK das Roadbook, eine

Einwegkamera und ein Hörgerät. Mit der Kamera müssen wir auf unserer Reise immer wieder Beweisfotos der erfüllten Aufgaben schiessen. Das erste sofort am Gipfel der Hündlebahn.

Blick von oben auf die Hündle-Talstation

Blick von oben auf die Hündle-Talstation

Bei der Fahrt nach unten konnten wir dann in Ruhe das Roadbook
studieren - und vielen anderen Teams, die nach oben fuhren eine gute Fahrt wünschen. Ich habe schon lange nicht mehr so viele lachende Menschen gesehen. Eine unserer Hauptaufgaben während der Rallye wird es sein, in jedem durchreisten Land die Noten und den Text der jeweiligen Natioalhymnen zu sammeln. Natürlich dürfen wir die Noten nicht kaufen, sondern sie von Landsleuten bekommen. Die Noten der deutschen Hymne haben wir uns dann gleich von einem Bekannten von Joachim am Tegernsee organsiert. Eine Postkarte in arabischer Schrift an Prinzessin Bsmah, hatten wir wie im Roadbook gefordert, zuvor schon am Postamt Immenstart aufgegeben. Wir sind momemtan (16h) in der Nähe von Rosenheim. Ich werde heute abend noch mal berichten, wie weit wir gekommen sind.

Prolog

01. Mai 2009
Marco schreibt den ersten Blogeintrag mit dem PDA

Marco schreibt den ersten Blogeintrag mit dem PDA

Endlich sind wir unterwegs. Die für 10:30 h geplante Abfahrt hatten wir sicherheitshalber am Donnerstag abend schon auf 13h verschoben. Leider mussten beim packen feststellen, das an der “Möhre” der Fensterheber der Beifahrerseite defekt ist. Unser Auto macht seinem Namen wieder mal alle Ehre. Und das schlimme daran… Die Scheibe ging auf, aber nicht mehr zu. Also haben wir vor der Abfahrt noch mal die Türe zerlegt, das Steuergerät des Fensterhebers ausgebaut und den Motor gebrückt. Jetzt ist die Scheibe wieder zu. Bei Forschungszwecken an Jochens baugleichen Omega haben wir dann das Steuergerät auch noch zerlegt. Somit können wir an zwei unserer drei Autos nur noch die Fondscheiben öffnen. Zum Glück haben wir ein Schiebedach! Um 16 h konnten wir dann endlich los.